Sie sind hier: Home » Blog » 01. November 2019

01. November 2019

Seit ein paar Tagen Ende der Sommerzeit. Nun bleiben mir rechnerisch nur noch 6 – 8 Stunden, in denen ich mich außer Haus bewegen kann. Faktisch sind es 4 – 5 Stunden…

Jedes Jahr graut es mir vor dieser Nacht, in der der zeitliche Winter eingeläutet wird. Für manche Menschen ein notwendiges Übel, für andere eine sinnvolle Beeinflussung der Zeitabläufe und für mich ein weiteres Stück Gefängnis…

Mein Tagesrhythmus muss sich nun wieder umstellen. Auch wenn ich i.d.R. um kurz nach 07.00 h aufstehe, braucht es bis ca. 10.00 h, bis ich mich aufraffen kann, um irgendetwas zu machen. Morgendepression nennen das die Fachleute. Die Dämmerung setzt nun nach der Zeitumstellung – je nach Grad der Bewölkung – im worst case bereits um 15.00 h ein.

Heißt für mich: ab ca. 16.00/17.00 h Stubenarrest.

Schwierig ist das auch für Linus, denn die letzte Aktivität draußen ist dunkelheitsbedingt nun viel früher als in den zurückliegenden Monaten. Ab 17.00 h hat auch er zwangsläufig Stubenarrest. Nur vor dem Schlafengehen husche ich mit Linus im Schlepptau aus der Haustür, eile zum gegenüberliegenden Lichtkegel der Straßenlaterne, warte zugegebenermaßen ungeduldig, bis Linus sein Geschäft erledigt hat und husche schnellstmöglich wieder durch die Haustür hinein.

In den letzten 4 Wochen drehte sich viel um meine aktuelle Situation und wie mir Linus jetzt schon ein wenig helfen kann. Dafür musste mein Partner erst einmal ausprobieren, wie Linus mit der frühen Dunkelheit klarkommt, im Feld, im Wald und in der Stadt. Zum Glück scheint dies kein großes Problem zu sein, auch wenn Linus ab und zu ein “Wuff” loslässt, wenn ihm etwas nicht ganz klar ist. Wie soll er mir aber nun helfen?

Fakt ist: der junge Hundemann ist a) in der Pubertät und b) noch nicht fertig ausgebildet. Aber mit Hilfe und Beratung meiner begleitenden Fachleute, vor allem durch meinen Therapeuten und meine Assistenzhundetrainerin, haben wir eine Idee entwickelt, die ich verfolge und die mir einen Funken Hoffnung gibt.

Ich werde berichten, wenn das umgesetzt wurde. Bis dahin verkrieche ich mich.