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Der 10. November 2018.
Ein Samstag.
Ein Geburtstag.
Einer von vielen?
Definitiv nicht.
An diesem schmuddeligen Herbsttag wurde in über 300 km Entfernung ein kleines Wesen geboren, das eher wie ein Maulwurf aussah. Tatsächlich aber war es ein kleiner Labradoodle, der noch nichts von den ungewöhnlichen Aufgaben ahnte, die vor ihm lagen:

Helki Linus vom Seebachtal soll mein kPTBS-Assistenzhund werden.

Linus, 5 Wochen alt, PTBS-Assistenzhund
Linus, 5 Wochen alt

 

Dies soll kein vollständiges Tagebuch in Blogform werden – dazu bin ich viel zu undiszipliniert und oftmals fehlt mir auch die Energie dazu. Aber ein paar Blicke „hinter die Kulissen“ gewähre ich gerne der Öffentlichkeit.

Der/Die interessierte Leser/in wird keine Infos über die Hunderasse Labradoodle (teurer Mischling? nicht-haarend? keine VDH-Anerkennung blablaetcpp, zur Hundeerziehung (clickern oder nicht? dominieren oder trainieren? blablaetcpp) oder zur komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS) finden. Das Netz ist voll davon und Suchmaschinen (z.B. DuckDuckGo) helfen gerne weiter. Stattdessen möchte ich versuchen aufzuschreiben, wie es mir geht, wenn ich unter Anleitung einen PTBS-Assistenzhund für mich ausbilde.

– Zumindest in kleinen Sequenzen… –

Vorab:

Hätte ich in die Zukunft blicken können – ich hätte mich wohl nicht an dieses Projekt gewagt! Nach einer Woche hätte ich das Ganze beinahe abgebrochen, ich war schlichtweg völlig überfordert mit einem sehr intelligenten Welpen, der schon früh zeigte, dass er nicht nur mitdenkt, sondern auch durchaus eigene Gedanken hat und daraus resultierende Handlungen zeigt.

Ohne Hilfe von meinem Mann, meiner Assistenzhunde-Trainerin und meinem Therapeuten hätte ich spätestens nach vier Wochen aufgegeben und Linus an den Züchter zurückgegeben.

Auch jetzt, Ende Februar 2019, Linus ist gerade 16 Wochen alt geworden und somit „offiziell“ kein Welpe mehr, sondern ein Junghund, gibt es Stunden, manchmal auch Tage, an denen ich mich völlig verliere und ausschließlich damit zu tun habe zu überleben. Dieses Gefühl hatte ich (leider, natürlich) auch vorher, ohne den Kleinen, aber derzeit kommt es deutlich häufiger und mit Macht.

Trotzdem (und auch wenn ich weiß, dass die Hundepubertät noch bevorsteht) wage ich ganz leise und vorsichtig die Aussage: Ich glaube, ich habe das Allerschlimmste geschafft…

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