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"chocolate heart" v. distopiandreamgirl (CCBYNCND) by flickr
„chocolate heart“ v. distopiandreamgirl (CCBYNCND) by flickr

 

Ich habe viele Anregungen für mein kreatives Schaffen beim Lesen erhalten. Lesen fördert mein Kopfkino und der Filmstreifen geht dann oft in eine Richtung, die vom Verfasser der Zeilen gar nicht so vorgegeben ist. Daraus entsteht dann etwas völlig Neues oder eine Form von „Lesesucht“, die mich immer tiefer in das Thema einsteigen lässt – Zeit und Raum vergessen, im „Flow“.

Früher hieß „Lesen“: (ausschließlich) Bücher lesen.

Es gibt hierzulande ein unglaublich großes Angebot an Lesemöglichkeiten (an dieser Stelle ein Dank an unsere Pressefreiheit!), das einen manchmal sogar überfordern kann. Das Internet selbst ist ja eine Art riesige Bibliothek, die man – kritisch! – nutzen kann. Im Folgenden eine kleine Linksammlung, die dem ein oder anderen vielleicht hilft, Geeignetes aus dem unüberschaubaren Angebot herauszufiltern. In Bezug auf Bücher empfehle ich jedoch auch gerne die persönliche Beratung im gut sortierten Buchhandel.


alternative Suchmaschine:

DuckDuckGo ist eine Alternative zu google, die besonderen Wert auf den Schutz Ihrer Privatspäre legt; seit einigen Jahren kooperiert DDG mit dem Anonymisiernetzwerk „Tor“ und ermöglicht dadurch weitgehend anonymes Suchen. Seit Anfang September 2014 wird DuckDuckGo in China blockiert.


Bücher:

Google Books ist eine große private Sammlung retrodigitaler Bücher; es sind Auszüge aus den Büchern zu lesen, die einen guten Überblick verschaffen, ob das Buch dem entspricht, was man sich wünscht.

Das Projekt Gutenberg (Link zur deutschsprachigen Seite) bietet hauptsächlich Literatur, Texte und Lyrik von Autoren an, deren Werke gemeinfrei sind, also nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen. Ähnlich auch WikiSource.

Informationen über bestimmte Buchtitel gibt es reichlich im Netz. Empfehlenswert zum Stöbern sind meiner Meinung nach die Archive des Deutschlandradios, die außer Buch-, auch Film- und Theaterrezensionen enthalten.

Neue Bücher, sortiert nach Kategorien, werden auf dieser Seite vorgestellt. Die Bücher werden recht ausführlich dargestellt und sind gut sortiert.

Empfehlenswert auch die Seite Buchrezensionen online, die schnökellos gut 2.500 Bücher vorstellt.


kostenlose Hörbücher:

Der Hörspielpool des Bayerischen Rundfunks mit Produktionen aus mehreren Jahren.

Für Krimiliebhaber: Radio Tatort der ARD, die jeweils aktuelle Krimifolge kann angehört und/oder heruntergeladen werden.

Ca. 750 Gratis-Hörbücher findet man auf Vorleser.net. Schwerpunkt des Angebots liegt auf Literaturklassikern und Kurzgeschichten.

Gratis-Hoerspiele.de verlinkt über 1000 Hörbücher auf legale Anbieter.

Nicht nur Hörbücher, sondern auch kostenfreie E-Books findet man auf Freiszene.de. Die Hörbücher-/spiele sind übersichtlich nach Genres geordnet.

Auch auf Spotify sind Hörbücher verfügbar; nachteilig ist nur, dass bei Nutzung des Gratisaccounts die Streams von Werbung unterbrochen werden.


Zeitschriften & Co:

Hier allgemeine Empfehlungen auszusprechen, verbietet sich, da hier die persönliche Interessenslage ausschlaggebend ist. Daher nur drei Beispiele aus meinem eigenen Fundus (ohne Abobindung):

Spektrum der Wissenschaft

National Geographic Deutschland

Geo (z. T. mit tollen Fotos!) und – mein absolutes Highlight – die Kinderseite von Geo: Geolino


Sonstiges:

Scribd wird oft auch als „YouTube für Dokumente“ bezeichnet. Privatleute können hier Eingescanntes hochladen und anderen zur Verfügung stellen. Zum Download muss man ein Benutzerkonto einrichten, das den Zugang zu vielen kostenlosen Dokumenten (z. B. Bücher, Musiknoten, Comics, Abstracts etc.) ermöglicht. Einiges ist jedoch auch kostenpflichtig.

Das Internet Archive ist ein gemeinnütziges Projekt, das sich auf die Langzeitarchivierung des Webs spezialisiert hat. Es werden u.a. Momentaufnahmen von Webseiten erstellt, die man über die „Wayback Machine (Take me back)“ in verschiedenen (Zeit-)Versionen abrufen kann. Interessant wird dies dadurch, dass auch Filmaufnahmen der Webseiten, sowie Konzertmitschnitte, Bücher, Software und Tonaufnahmen gespeichert werden. Diese Datenmengen erfordern 20.000 Festplatten – ein Spiegelserver steht u.a. in der ägyptischen Bibliotheca Alexandrina. 


Alltagskreativität?

Meiner Meinung nach ist Lesen allein bereits eine wunderbare Möglichkeit, sich alltägliche Auszeiten zu gönnen. Kreativ ist es dadurch, dass das oben erwähnte Kopfkino entsteht – bei jedem Menschen ein anderes.

Ich lese gerne.

Daraus hat sich für mich eine schöpferische Richtung ergeben: Ich schreibe gerne Gedichte oder Texte, in denen ich mich einem bestimmten Thema widme (siehe beispielshaft die Unterseiten, zugehörige Links oben). Das Schreiben ist nicht schwer, wenn man sich vom Professionalitätsanspruch lösen kann. Schreiben ist eine Ausdrucksmöglichkeit, oft auch gerade für diejenigen Menschen, die sich ungern verbal äußern oder aus verschiedenen Gründen stellenweise verstummt sind.

Das Spiel mit der Sprache, genauer: mit Lauten, hat beispielsweise Ernst Jandl in seinem Gedicht „Schtzngramm“ eindrucksvoll zelebriert (auf Wikipedia finden sich ausführliche Hintergrundinfos dazu und Interpretationsmöglichkeiten).

Mein persönlicher Favorit ist jedoch Jandls „Ottos Mops“, der mich oft zu sprachlichen Spielereien animiert hat:

 

 

ottos mops

ottos mops trotzt
otto: fort mops fort
ottos mops hopst fort
otto: soso

otto holt koks
otto holt obst
otto horcht
otto: mops mops
otto hofft

ottos mops klopft
otto: komm mops komm
ottos mops kommt
ottos mops kotzt
otto: ogottogott

Mit Lauten, Wörtern, Sätzen, mit Sprache spielen – abseits von strengen Regeln wie Reimschemata, Metren, Metaphern und was es da noch alles an Schulwissen gibt und abseits des Druckes, literarisch Anspruchsvolles produzieren zu müssen, – „spielen“ ist das Entscheidende. Wer spielt ist sinnlich aktiv, frei von Zwängen. Leider wird in unserer Kultur das Spielen ab einem gewissen Alter belächelt und als „unsinnig“, „Zeitvergeudung“ und „lächerlich/peinlich“ abgetan. Ich bin der Meinung, dass auch erwachsene Menschen Raum und Zeit zum Spielen benötigen – zu diesem Thema wird vielleicht auch noch eine Seite auf dieser Homepage entstehen ?…

Schreiben als „Schokolade für die Seele“, also als Ausdrucksmöglichkeit für Dinge, die verbal nicht ausgedrückt werden können/dürfen, kann die verschiedensten Formen annehmen: neben der Lyrik gibt es u. a. noch das Tagebuchschreiben, Kurzgeschichten, fiktionale Texte, das Recherchieren und Zusammentragen von Sachinformationen zu einem Lieblingsthema, Festhalten von Lebenserinnerungen, szenisches Schreiben, Schreibcollagen…

Ich kann nur mit ein paar wenigen Beispielen ermutigen, sich der eigenen Lese- und Schreibinteressen bewusst zu werden und einfach mal draufloszuschreiben,


Spielerisch.